Internationaler Wissenstransfer Abfallwirtschaft

Projekt:

Wissenstransfer in der Grenzregion

Das Problem:

Niedrigere Kosten in Tschechien lassen nach Erweiterung der EU Verwerfungen im Entsorgungsmarkt erwarten.

Lösungsweg:

Das Wissen in der Grenzregion über Tschechien wird vernetzt. Best Practice Lösungen aus Bayern werden zu kostenpflichtigen Wissensbausteinen aufbereitet und Interessenten in Tschechien und MOE-Staaten ange­boten.

Auftraggeber:

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbrau­cherschutz; Co-finanziert durch die Europäische Kommission.

Zeitraum:

7/ 2003 bis 6/ 2004 in Zusammen­arbeit mit ATZ-Entwicklungszentrum
Forschungsgegenstand und Zielsetzung

Im Projekt werden die Erfahrungen der bayerischen Abfallwirtschaft zu marktfähigen Wissensbausteinen aufbereitet. Durch die Vernetzung des Wissens sollen Kommunen und KMUs in der bayerischen Grenzregion gestärkt werden. Die Erarbeitung eines Marktes für abfallwirtschaftliche „Best-Practices“ soll erreichen, dass die neuen EU-Beitrittsländer ihre ab­fall­wirtschaftlichen Ressourcen möglichst rasch den Normen der Europäischen Kommission anpassen können.

Durchführung

Informationen zu Tschechien werden ausgetauscht und über das Wissensportal ForumZ zugänglich gemacht. Mit den kommunalen Projektpartnern werden herausragende abfallwirtschaftliche Lösungen identifiziert. Die daraus abgeleiteten „Best-Practices“ werden zu Wissensbausteinen („Knowledge Assets“) aufbereitet und in einen Marktplatz für Wissen überführt. Den Akteuren in der bayerischen Grenzregion und denen in den EU-Bei­trittsländern (bevorzugt der Tschechischen Republik) wird so die Möglichkeiten gegeben, bereits erfolgreich praktizierte Lösungen zu nutzen und angepasst an die eigenen Belange umzusetzen. Grenzübergreifende Arbeitskreise unterstützen das Projekt.
Abfallwirtschaftliche Relevanz

Als Ergebnis des Projektes werden abfallwirtschaftliche Standardlösungen in Form von Wissensbausteinen in einem internet­basierten Marktplatz vorliegen. Der Verweis auf die durchführenden KMUs wird die Nachfrage nach Liefer- und Dienstleistungen ergänzen. Das aktuelle Gefälle in den Umweltstandards wird reduziert. Diese neue Form des Wissenstransfers revolutioniert auf Basis von bewerteten Wissensbausteinen den Zugang zu Wissen und ermöglicht so eine erneute Anwendung.

Perspektiven

Die Bereitstellung von „Knowledge Assets“ zur Wissensvernetzung führt zur Vereinfachung des Transfers von Wissen. Verstärkt wird dieser Prozess durch die partner­schaft­liche Vermittlung des Wissens von Kom­mune zu Kommune. Durch die Ein­bin­dung der jewei­ligen Unternehmen bei der Darstellung der Wissensbausteine erfolgt beim ange­strebten Wissenstransfer nach Tschechien und in weitere MOE-Staaten gleichzeitig ein verstärktes Marketing für die beteiligten KMUs.